Verfahren zur effizienten Problem- und Konfliktlösung mit kooperativer Lösungsfindung
Fortbildung Beratung Forschung

Aktuell

Neue Wege beschreiten

Newsletter 22 | August 2021

Der Newsletter 22 ist versandt. Hier der Link

Darum gehts:

  1. Teaching Excellence Award der Uni Basel geht an Marco Ronzani 
  2. Stärken stärken  – Mentoring professionalisieren
  3. Frauenstimmen – Männerstimmen – Sie möchten gehört werden
  4. Lösungsfokussierte Kompetenz – Die Ausbildung eines Paradigmenwechsels
  5. Und Ausserdem: Achtung Polarisierungen und Wohlwollen pur

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Stimmen im März

Newsletter 20 | März 2021

Der Newsletter 20 ist letzte Woche versandt worden. Hier der Link

Darum gehts:

1. NEU Seminar Frauenstimmen – Männerstimmen: Safe the Date 

2. ANDERS Ben Furman online: Nochmals freie Plätze

3. UND Integrity at Work: Eine Einladung von Fréderick Laloux 

Liebe Leserin, lieber Leser

„Lieben Sie ihre Stimme?“, fragt die US-amerikanische Kommunikationsexpertin Veronica Rueckert die Teilnehmerinnen ihrer Workshops – fast ausschliesslich Frauen. Ganz selten erhalte sie auf ihre Einstiegsfrage  die Antwort „Ja“. Die gelernte Opernsängerin versteht etwas davon, wie wir uns mit unserer eigenen Stimme anfreunden können. Da unsere Sprechstimme  einen wesentlichen Teil unseres Auftritts ausmacht, kann uns die Freundschaft mit ihr das Leben erleichtern und unsere Auftritte wirksamer machen: Sei sie hoch, sei sie tief oder etwas dazwischen, sei sie laut oder leise – sie ist unsere Stimme. 

Männern, die leise sprechen, hört das Publikum meistens umso aufmerksamer zu. Sprechen sie  selbstbewusst mit relativ hoher Stimme, wird das selten kommentiert. Es ist vielleicht sogar eine Art Markenzeichen. Ganz anders bei Frauen! Sie kritteln an ihren eigenen Stimmen herum – und sie werden über ihre Stimme und ihr Sprechtempo bewertet, oft abgewertet: Zu hoch, zu hysterisch, zu leise, zu schnell! 

Während meiner Pubertät habe ich drei Jahre in einem Mädcheninternat verbracht. Die Lehrpersonen waren fast ausschliesslich Frauen. Jede hatte ihren charakteristischen Auftritt, ihre höchstpersönliche Stimme und Sprechweise: Die leise und druckreif sprechende Französischlehrerin, die laut und mit starkem Dialektakzent sprechende Mathematiklehrerin, die hoch präzise und langsam sprechende Lateinlehrerin, alles Frauen mit einem authentischen Auftritt in einem von Frauen dominierten Rahmen. 

Meine Neugierde für die individuelle Vielfältigkeit von Auftritt und Stimme ist seit jener Zeit ungebremst. Mein Interesse an einem lösungsfokussierten Umgang damit ist seit meiner Ausbildung am Syst® Institut in München dazu gekommen. Ich freue mich, im Herbst wieder ein Auftritts-Seminar anzubieten: Frauenstimmen – Männerstimmen. Ob Mann oder Frau - im Zentrum wird die Begegnung und der Umgang mit der eigenen Sprechstimme stehen.

Viel Spass beim Lesen unseres Newsletter und frohe Ostern! 

Franziska von Blarer | März 2021

Eine Runde Sinnproduktion – Préparation pour un miracle No 2

Newsletter 19 | Februar 2021

Der Newsletter 19 ist draussen. Hier der Link

Darum gehts:

1. Corona-Krise als Chance: Gewaltfreie Selbstführung. Préparation pour un Miracle No 2

2. Die Landkarte der Begriffe – Gedanken zu Systemischen Strukturaufstellungen 

3. Apropos Seminar mit Ben Furman 

Liebe Leserin, lieber Leser
 
Im letzten Frühling waren wir im Lockdown. Das Wort war mir bis zum 13. März 2020 nicht geläufig. Jetzt sind wir im Shutdown. Die beiden Begriffe beschreiben ursprünglich etwas anderes und werden jetzt für – fast – dasselbe gebraucht. „Lock-down“ meint ursprünglich einen „Zustand der Isolation, Eindämmung oder des eingeschränkten Zugangs der normalerweise als Sicherheitsmassnahme eingeführt wird“, schreibt die Sprachwissenschafterin Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibnitz-Institut für Deutsche Sprache. „Shut-down“ hingegen bedeute im Englischen „die Schliessung einer Fabrik, eines Geschäfts oder anderen Unternehmens entweder für kurze Zeit oder für immer“. Beide Begriffe klingen dramatisch, unser Puls wird höher, unsere Muskeln spannen sich an und unser Blick wird starrer. Ein derartiger Zustand lässt sich vielleicht mit dem Begriff: „Weg vom Fenster!“ beschreiben: Weg von direkten und dreidimensionalen beruflichen, privaten, kulturellen, politischen und anderen Begegnungen.
 
Der deutsche Berater-Berater, Wolfgang Looss, rät, sich in Krisenzeiten wie diesen, mit „Selbstführung“ zu beschäftigen. Er meint damit, sich mit dem inneren Kompass zu befassen und die eigenen Werte und Prioritäten zu überprüfen.
 
Marco ist ihm am Jahrestreffen des OE-Forums online begegnet. Das hat uns angeregt. Denn bei der Selbstführung kommunizieren wir mit uns selbst und es macht einen Unterschied, ob wir das auf eine gewaltfreie und lösungsfokussierte Art machen oder ob wir in die vorwurfsvolle und problemorientierte Falle geraten.

Viel Spass beim Lesen!

Franziska von Blarer | 6. Februar 2021

Hinfallen, Aufstehen, Corona richten, weitergehen.

Unser Beitrag in der Corona-Krise: Online-Coaching als Geschenk.

Wir finden, dass es sowieso eine günstige Zeit für ein Coaching ist. Die Zukunft kommt bestimmt. Und du kannst jetzt dafür sorgen, dass du deine Zukunft nach deinen Wünschen gestaltest und deine Gegenwart schon darauf ausrichtest. Wahrscheinlich hast du ja im Corona-Lockdown mehr Zeit und Raum als sonst.  

Wir bieten jetzt für all jene, die im Einsatz sind und jene, die zu Hause sein müssen und es manchmal nicht so gut ertragen, Online-Coaching zur Stärkung der Zuversicht und Neueinstimmung auf die veränderten Verhältnisse an. Zum Ausgleich kannst du geben, was und soviel wie du willst. So funktioniert es in der Geschenk-Ökonomie. Auch das wird vielleicht kommen. Jede*r schenkt, was er*sie hat und kann und bekommt was er*sie braucht. Das machen wir jetzt mal und schauen, was daraus Schönes wird.

Melde dich hier, wenn du ein Geschenk-Coaching brauchen kannst. 

Und bitte weitersagen.

Willkommen im 2021

Neujahrsbrief

"Préparation pour un miracle"

Liebe Freundinnen und Freunde des Istituto
Liebe Interessierte
 
Herzlich willkommen im 2021. Das vergangene Jahr hat uns viele Herausforderungen gebracht und einige wirklich interessante Überraschungen. Es gab Homeoffice und Homeschooling, Leben ohne Theater, Konzerte, Kino und Ausstellungen, es gab menschenleere Städte in magischer Stille und mit berauschendem Vogelgesang und es gab diesen unfassbar makellos blauen Himmel.

Jetzt, am Beginn des Neuen Jahres, stehen wir vor dem Impfberg. Wir wissen nicht, was danach kommt. Das ist ein guter Moment, sich auf ein Wunder vorzubereiten. Stell dir vor, es geschieht ein Wunder und du erscheinst nach dem Impfberg in deiner kompetentesten Version ever. Über welche Fähigkeiten verfügst du dann, die du heute noch nicht hast aber schon immer gern gehabt hättest? Wenn du das weißt, kannst du sofort beginnen, in die Entwicklung dieser Fähigkeiten zu investieren.

Dazu passt eine Geschichte, die Ben Furman, der finnische Pionier der Lösungsfokussierung für Kinder und Jugendliche, uns erzählt hat: Der kleine chinesische Junge Huy wollte nicht mehr Nägel kauen. Er fand heraus, dass, falls ein Wunder geschehen wäre, er über die Fähigkeit verfügte, Fingernägel wachsen zu lassen. Also begann er sofort, diese Fähigkeit zu lernen und feierte jeden Millimeter Wachstum seiner Nägel  mit seinen Eltern, Tanten, Onkeln, Lehrerinnen und Freunden.
 
Zum Jahresbeginn haben wir erstens etwas für die kühnen unter euch, die nach dem Impfberg das Wunder erleben, dass sie mit erstaunlicher Leichtigkeit und sehr erfolgreich mit Konflikten umgehen können, und zweitens für die vielleicht noch kühneren, dass sie richtig erfolgreiche Kommunikator*innen sind, sogar in ganz anspruchsvollen Situationen. Und für diejenigen, die nach dem Impfberg über besondere lösungsfokussierte Fähigkeiten verfügen, die man nur von einem gewissen Ben Furman lernen kann, haben wir ein Wunder, das wir gerne mit allen teilen. 
 
Alles Gute im Neuen Jahr wünschen euch 
Marco, Franziska, Brigitta und Oliver
 

Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation - 11. Ausgabe der Ausbildung - wieder in Präsenzmodus

Start neu 20. April 2021 - Lernen höherer Ordnung

Die Ausbildung Gewaltfreie lösungsfokussierte Kommunikation ist darauf zugeschnitten, dass Lernprozesse höherer Ordnung stattfinden. Klingt gut. Und was heisst das? Es geht in dieser Ausbildung nicht darum, bestimmte Sprachschemen einzutrainieren, damit man gewaltfrei rüberkommt. Das kommt im Allgemeinen nicht so gut, weil die Authentizität leidet.

Unser Lerngang knüpft daran an, was in in der Kommunikation bei dir schon gewaltfrei funktioniert. Gewaltfrei meint, dass du so kommunizierst, dass andere freiwillig mit dir kooperieren und deine Befürfnisse ebenso ernst nehmen wie ihre eigenen. Wir untersuchen mit dir, wie du das machst und laden dich ein, mehr davon zu machen. Das wird in der systemischen Lernentheorie (Gregory Bateson, Matthias Varga von Kibét) Lernen 1 oder "Konditionieren" genannt.

Gleichzeitig helfen wir dir, das, was funktioniert, auf andere Situationen zu übertragen, in denen es noch nicht so gut funktioniert. Das wird Lernen 2 oder  "Modell-Lernen" genannt. Du erkennst das Modell der funktionierenden gewaltfreiene Kommunikation und überträgst es auf andere Settings und Situationen. Damit beginnt das Lernen höherer Ordnung. Hier geht um "Lernen lernen".

Weiter geht es mit Lernen 3 oder "Lernen lernen lernen". Klingt verrückt, nicht wahr. Gemeint ist, dass sich die Einstellung verändert, das Muster, das deiner Kommunikation zugrundeliegt. Bezogen auf die gewaltfreie Kommunikation geht es darum, dass du eine gewaltfreie Einstellung entwickelst. Auf der Basis einer gewaltfreien Einstellung ändert sich deine ganze Kommunikation. Erstaunlicherweise erscheint dann sogar etwas, was nicht dem Sprachschema der gewaltfreien Kommunikation entspricht als nicht gewaltsam, weil es in einer gewaltfreien Art stattfindet. Bekannt ist es in der Form: C'est le ton qui fait la musique. Man spricht auch von Paradigmenwechsel, wenn ein Wandel grundlegender Rahmenbedingungen oder ein Wechsel der Lebenseinstellung stattfindet.

Lernen höherer Ordnung geht besser in einer Gruppe. Vor allem Lernen 3, Einstellungsänderungen, finden eher statt, wenn sie gemeinsam erlebt und in Interaktionen bestätigt werden. Unsere Ausbildung funktioniert seit 10 Jahren so. Natürlich haben wir sie immer weiterentwickelt, vereinfacht und leichter gemacht. Wir haben während des Lockdowns im Frühjahr 2020 einzelne Module auch online durchgeführt; es funktionierte erstaunlich gut, wahrscheinlich auch, weil sich die Gruppe zuvor schon mehrmals in Präsenz erlebt hatte. Den Anfang wollen wir daher wieder in Präsenzmodus durchführen. Daher beginnen wir mit der 11. Ausgabe der Ausbildung erst im April und nicht, wie ursprünglich geplant, im Januar.

 »Ausbildungsseite«

 

13 Tipps für Online-Kommunikation

so funktioniert's besser mit Gruppen

Die Corona-Lockdown-Zeit hat uns auch viele Forschungsmöglichkeiten beschert: Wir haben viel Erfahrung mit Online-Gruppen-Veranstaltungen mit 6 bis 40 Teilnehmenden gemacht als Moderator*in, Kursleiter* und Referent*in. Dabei haben wir viel experimentiert und das gesammelt, was besser funktioniert und uns und den Teilnehmenden das Leben, die Zusammenarbeit und das Lernen erleichtert und verschönert. Dazu haben wir einen knackigen Blog verfasst.

13 Tipps für online Kommunikation mit Gruppen

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