Collaborative Communication
Training, research and consulting for efficient problem-solving and conflict-resolution with solution-focus

News

Noch 1 Platz frei

Gewaltfreie Kommunikation - Lösungsfokussiert - Einführung und Refresh

Zwei letzte Plätze gibt es noch in unserem Seminar zur gewaltfreien Kommunikation in der lösungsfokussierten Variante am 11. und 12. August. 

In diesem Seminar richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, dass gewaltfeie Kommunikation auf der Nutzung allgemeiner menschlicher Fähigkeiten beruht. Sie kann somit als Repertoire von einfachen Verfahren von jedem schnell gelernt und sofort im Alltag eingesetzt werden. 

Mehr dazu erfahren Sie auf der Anmeldungsseite. 

»Informationen und Anmeldung«

 

Tag der Mediation 18. Juni 2020

18:30-20:30 Marco Ronzani: Webinar zur Mediation im Kulturgüterstreit St. Gallen & Zürich 1712-2009

Das Insitut für Mediation führt am Tag der Mediation ein öffentliches Webinar durch zur Mediation im Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich unter Leitung von Marco Ronzani. Er war damals als Mediationsexperte Mitglied des Vermittlerteams des Bundes.  

Anmeldung bei Bettina Ammann IfM, info@ifm-suisse.ch

Kosten: Mitglieder IfM und MFS gratis. Gäste CHF 20.00

Worum gehts?
Der Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich hatte Anfang der 2000er Jahre eine breitere Bekanntheit erlangt. Wer davon gehört hat, erinnert sich, dass es um einen Himmelsglobus ging. Man erzählt sich, dass die St. Galler an einer OLMA Ende der 1990er Jahre, an der Zürich Gastkanton war, erwartet hatten, dass die Züricher den „Himmelsglobus von 1712“ als Geste der Versöhnung den St. Gallern zurückgeben würden. Nichts war.

Der Streit drehte sich - neben dem Himmels-Globus - zur Hauptsache um Handschriften, die 1712 im 2. Villmergerkrieg als Kriegsbeute aus der Stiftsbibliothek des Klosters St. Gallen nach Zürich abtransportiert worden waren. Nach Ansicht der Mönche und später der St. Galler überhaupt war ein Teil nach dem Frieden von Baden 1720 nicht an die Stiftsbibliothek zurückgegeben worden. Das hatte die Gemüter über die Jahrhunderte immer wieder erhitzt. Zürich sah keinen Grund, etwas zurückzugeben, weil nichts bewiesen war, und der Abt damals eine Saldoquittung ausgestellt hatte - und sie wollte auch nicht nachgeben, weil sie in diesem Zusammenhang regelmässig als Räuber bezeichnet wurde.

St. Gallen wollte schliesslich beim Bundesgericht gegen Zürich auf Rückgabe klagen. Das aber fand in der friedlichen Schweiz niemand besonders toll.
Vor diesem Hintergrund begann 2002 eine Vermittlung des Bundes zwischen den beiden Kantonen, gestützt auf den neuen Verfassungsartikel 44 der Bundes- verfassung.

Marco Ronzani war damals als Mediationsexperte im Vermittlungsteam des Bundes. Er berichtet am 18. Juni von dieser ersten und bis heute einzigen Bundesmediation unter Kantonen. Das Verfahren ist für Mediator*innen interessant, weil fast alles, was eine Mediation zu bieten hat, vorkam. Die in der Mediation von den Beteiligten erarbeitete Lösung hat bis heute Wirkungen für Fragen im Umgang mit Kulturgütern, die sich nicht mehr an dem Ort befinden, wo sie ursprünglich waren und historisch eigentlich hingehören.

Der Himmelsglobus übrigens, das Pièce de Résistance, ist in Zürich geblieben. Er steht immer noch im Landesmuseum, wohin die Zürcher ihn als Dauerleihe längst gegeben hatten. Er kann besichtigt werden. Das lohnt sich. Es ist ein tolles Stück mittelalterlicher Handwerkskunst. Ironie der Geschichte: Obwohl - im Gegensatz zu vielen von den St. Gallern zurückgeforderten Handschriften - war unbestritten, dass er zum Beutegut von 1712 gehört. Und doch: Anstatt einer Rückgabe haben die Züricher den St. Gallern eine Kopie anfertigen lassen für fast 1 Mio. Franken. Und so steht heute der St. Galler Himmels-Globus in Zürich und der Zürcher Himmels-Globus in St. Gallen. Zur Erinnerung an eine erfolgreiche Mediation.

Ohne Corona hätte eine Führung zum Himmels-Globus im Landesmuseum stattgefunden mit Karl Schmuki, dem während der Mediation stellvertretenden Stiftsbibliothekar von St. Gallen. Das fällt nun leider aus.

Das Referat von Marco findet aber trotzdem statt - online. Marco und sein Institut für kooperative Kommunikation in Basel hat mit Beginn des Lockdown gelernt, interaktive Uni-Vorlesungen, Workshops, Seminare, Kommunikations-Ausbildungen, Coachings, Mediationen und sogar systemische Strukturaufstellungen - und eben auch Referate online durchzuführen. Wir können gespannt sein wie er das macht.

 

Info Abend 16. Juni 2020

Was ist kooperative Kommunikation?

Wie geht das? Was bringt das? Wie lernt man das?

Kooperative Kommunikation besteht aus einer Struktur von Elementen aus der gewaltfreien Kommunikation, der Praxis der Lösungsfokussierung, der Ressourcen- und Kompetenzorientierung und systemischem Denken. Am Infoabend zeigen wir, was wir damit meinen und Sie erhalten eine Kostprobe. Sie erleben, wie es ist, wenn Sie in einen Kurs am Istituto eintauchen. Am Schluss gibt es einen Apero und wir sprechen über alles, was Sie besonders interessiert. 

Die Teilnahme ist kostenlos und wir freuen uns sehr, Sie kennenzulernen.

»Informationen und Anmeldung«

 

Newsletter Nr. 14 April 2020

Kühn weitermachen: Corona bringt Online – Lösungsfokussierte Gesprächsführung und systemische Strukturaufstellungen in neuem Modus

Mitten in der aussergewöhnlichen Lage haben wir einen Newsletter geschrieben. Wir haben dabei gemerkt, dass wir am Istituto das Gegenteil von Lockdown machen. Wir werden kreativ, lernen rasant, sehen Chancen und experimentieren kühn. Das Online fasziniert uns offensichtlich. 

Hier geht es zum kühnen Corona-Newsletter

Buch Rezension

Lösungsfokussiertes Konfliktmanagement in Organisationen

Als Mediations-Pionier hat Marco vor rund 12 Jahren die Lösungsfokussierung auf den Kontext des Konfliktmanagements übertragen. Das daraus entstandene Konzept der Lösungsfokussierten Mediation ist mittlerweile eine der beliebtesten Fortbildungen am Istituto. Im Buch "Lösungsfokussiertes Konflikt-Management in Organisationen" von Peter Röhrig und Martina Scheinecker, teilt Marco nun eines seiner Tools zur Konfliktlösung in Teams. Die Buch-Rezension der Zeitschrift "Training Aktuell" möchten wir euch nicht vorenthalten. 

»Hier geht es zur Buch-Rezension«